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Neuer Friedhof 23
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Gehrenwaldstraße 81
Friedhof
NEUER FRIEDHOF
Gehrenwaldstraße 81

Der „Neue Friedhof“ Untertürkheim wurde ab 1902 gebaut und am 24.12.1905 eingeweiht, kurz nach de Vereinigung Untertürkheims mit Stuttgart.

Nachdem Pfarrer Seybold wiederholt vergeblich darum petioniert hatte, wurde dann doch von der Stadt ein Leichenhaus mit Versammlungsraum hergestellt, aber gemäß der freidenkerischen Mehrheit des damaligen Stuttgarter Gemeinderats ohne irgendwelche christlichen Embleme, wie es auch nicht gestattet wurde, einen Bibelspruch über dem Eingangsportal anzubringen.

Die Friedhofskapelle, geplant vom städtischen Architekten Albert Pantle, wurde 1907 in Betrieb genommen. Die Kapelle verwendet historistische Stilelemente der Neoromanik und steht unter Denkmalschutz. Der Friedhof ist circa 4,2 Hektar groß und hat etwa 4.000 Grabstätten, darunter seit 2014 auch Baumgräber.

Das „Mahnmal für die Widerstandsgruppe Schlotterbeck“ aus der Zeit des Nati.onalsozialismus befindet sich Im Friedhof. Um den großen Stein von 1949 mit dem Grab von Hermann Schlotterbeck sind zehn kleine Gedenkplatten gruppiert mit den Namen der Opfer der Widerstandsgruppe: Gotthilf Schlotterbeck, Maria Schlotterbeck, Gertrud Lutz geb. Schlotterbeck, Erich Heinser, Else Himmelheber, Emil GärBner, Sofie Klenk geb. Wimmer, Emmy Seitz geb. Ramin, Theodor Seitz und Hermann Seitz.

Hermann Schlotterbeck 1919-1945
Sie haben einen guten Kampf gekämpft.
Sie haben den Lauf vollendet .
Sie haben den Glauben gehalten.

Grabstellen prominenter Bürger

  • Chor- und Orchesterleiter Karl Münchinger (1915-1990)
  • Ehrenbürger/Schultheiß Eduard Fiechtner (1843-1922)
  • Kunstmaler und Illustrator Carl Schmauk (1868-1946)
  • Schriftsteller Hermann Schlotterbeck (1919-1945)
  • Kunstmaler Leonhard Schmidt (1892-1978)
  • Ortsbaumeister Julius Lusser (1854-1922)
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