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„Gut gewappnet für anstehende Großereignisse":

Die Stuttgarter Berufsfeuerwehr erhält sechs neue Löschfahrzeuge
Stuttgarter Zeitung vom 11.5.2006

Das Jahr 2006 ist ein Jahr großer technischer Innovationen bei der Berufsfeuerwehr: Die Leitstelle für Sicherheit und Mobilität hat ihren Betrieb aufgenommen, und seit der vergangenen Woche sind sechs neue Löschfahrzeuge im Einsatz. Am St. Florianstag, dem Tag des Schutzheiligen der Feuerwehrleute, hat der neue Sicherheitsbürgermeister Martin Schairer der Berufsfeuerwehr sechs neue Löschfahrzeuge übergeben. Die grellrot lackierten so genannten Hilfeleistungslöschfahrzeuge (HLF), die im Hof der Feuerwache Degerloch vorgestellt wurden, sind kombinierte Einsatzfahrzeuge. Sie werden zur Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistung sowie bei medizinischen Notfällen eingesetzt. Mit diesen Fahrzeugen setzt die Feuerwehr ein neues Konzept um. Je ein neues HLF ergänzt den Löschzug, der bisher nur aus drei Fahrzeugen bestand.

„Dadurch erhält die Berufsfeuerwehr eine höhere einsatztaktische Schlagkraft", so Schairer. Dies sei gerade im Blick auf die Fußball-Weltmeisterschaft besonders wichtig. Der Leiter der Stuttgarter Feuerwehr, Frank Knödler, teilt diese Ansicht: „Mit der Anschaffung sind wir gut gewappnet für die anstehenden Großereignisse." Die sechs Fahrzeuge, die die Stadt finanziert hat, kosteten insgesamt 2,64 Millionen Euro. Das Land hat einen Zuschuss von 800 000 Euro in Aussicht gestellt. Die neuen Fahrzeuge wurden speziell auf die Gegebenheiten und den Bedarf in Stuttgart abgestimmt. In enger Zusammenarbeit mit dem Hersteller, der Firma Iveco Magirus Brandschutztechnik, wurden die Anforderungen umgesetzt: Man hat stärkere Motoren als üblich eingebaut, um Steigungen wie beispielsweise die Alte Weinsteige zu bewältigen. Die neuen, pneumatisch gesteuerten Türen lassen sich auch in zugeparkten Straßen problemlos öffnen. Zur neuen technischen Ausstattung zählen zwei Wärmebildkameras, eine voll elektronische Löschpumpe,

Pressluftatmer, dank derer man im Rauch arbeiten kann, sowie elektronisch betriebene Löschpumpen. Ein Notfallkoffer, der auf den Rücken geschnallt wird, dient den zu Rettungssanitätern oder -assistenten ausgebildeten Feuerwehrleuten bei Einsätzen in medizinischen Notfällen. Die neuen Fahrzeuge sind rundum mit Lampen ausgestattet. Die auf dem Fahrzeugdach angebrachten Leitern können elektronisch gesteuert und abgekippt werden, (my)         

 HLF Stuttgart
Foto Horst Rudel

Stuttgarts neuer Sicherheitsbürgermeister Dr. Martin Schairer übergibt der Berufsfeuerwehr sechs neue „Hilfeleistungslöschfahrzeuge“

Die neuen Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr setzen technische Maßstäbe in der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr.

5.5.2006 - Pünktlich zur Fußball-WM wird Stuttgarts Feuerwehr durch sechs neue Hilfeleistungslöschfahrzeuge gestärkt. Dr. Martin Schairer, Bürgermeister für Recht, Sicherheit und Ordnung, übergab am 4. Mai 2006 gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Iveco Magirus Brandschutztechnik GmbH, Prof. Dr. Marx, die Fahrzeuge an Dr. Frank Knödler, dem Leiter der Stuttgarter Feuerwehr.

Die Fahrzeuge sind ein wesentliches Element des neuen Löschzugkonzepts. Sie werden in die fünf Löschzüge der Berufsfeuerwehr ergänzend aufgenommen. Dadurch erhält die Berufsfeuerwehr eine deutlich höhere einsatztaktische Schlagkraft für den Ersteinsatz. „Dies empfinde ich gerade auch im Hinblick auf die Fußball-Weltmeisterschaft zur nachhaltigen Verbesserung der Sicherheit im nichtpolizeilichen Gefahrenbereich für ganz besonders wichtig“, so Bürgermeister Dr. Schairer, der sich über diesen Einstand bei der Feuerwehr Stuttgart besonders freut.

Stuttgarts neuer Bürgermeister für Recht, Sicherheit und Ordnung hat sein Amt am 1. Mai als Nachfolger von Jürgen Beck angetreten. Als ehemaliger Polizeipräsident hat er seinen Stuhl von der einen auf die andere Seite verrückt: aus dem polizeilichen in den nichtpolizeilichen Gefahrenabwehrbereich. „Die Tatsache, dass beide Seiten durch den Sicherheitsgedanken miteinander verbunden sind, erleichtert mir den Übergang vielleicht ein wenig“, so Schairer in seiner Ansprache, in der er gleichzeitig die aus seiner Sicht grundlegenden Ziele der Stuttgarter Feuerwehr deutlich vertritt: die Einhaltung normierter Hilfsfristen, die Vorhaltung der notwendigen Personalausstattung sowie einer modernen Fahrzeug- und Gerätetechnik und die permanente fachliche und fachübergreifende Aus-, Fort- und Weiterbildung der Angehörigen der Feuerwehr Stuttgart.

Eine Projektgruppe bestehend aus Mitarbeitern der Branddirektion, insbesondere aus einsatzerfahrenen Kollegen der Feuerwachen, hatte es sich zur Aufgabe gemacht, sowohl die personell bedingten einsatztaktischen als auch die technischen Wünsche in einem Aufbau eines Feuerwehrfahrzeugs unterzubringen. Das Ergebnis dieser Projektarbeit mündete in einen Anforderungskatalog, der Grundlage für die Erstellung von Machbarkeitsstudien diverser Herstellerfirmen war.

Nach einer europaweiten Ausschreibung hatte die Firma Iveco Magirus Brandschutztechnik GmbH den Zuschlag zur Fertigung der sechs Fahrzeuge erhalten. In enger Zusammenarbeit mit den projektverantwortlichen Mitarbeitern der Branddirektion wurden in rund 15 Monaten von der Bestellung bis zur termingerechten Auslieferung des letzten HLF die heute vor uns stehenden Fahrzeuge auf das Chassis von sechs Mercedes-Benz Axor 1833 gesetzt. - www.stuttgart.de


 

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