Untertürkheim Untertürkheim Willkommen in Untertürkheim 
www.Feuerwehr-Helm-Museum.de
STUTTGART
Landeshauptstadt Stuttgart
zu den Helmen
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Untertürkheim:
Virtueller Ortsrundgang

Das Feuerwehr-Helm-Museum im
Feuerwehrhaus in Stuttgart-Untertürkheim
jetzt mit 228 Feuerwehrhelmen und 25 Mützen aus aller Welt
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Geöffnet nur auf Voranmeldung per eMail oder Telefon
Adresse: Feuerwehrhaus Stuttgart-Untertürkheim
Hindelanger Str. 6

Feuerwehr Stuttgart
Freiwillige Feuerwehr

Abteilung Untertürkheim

Hindelanger Str. 6
70327 Stuttgart

zu den Helmen
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Ansprechpartner:
Klaus Enslin
FEEDBACK-FORMULAR

E-Mailadresse:
Feuerwehr Untertürkheim

Blick ins Museum

Jetzt mit 228 Helmen
und 25 Mützen der
Feuerwehr und Polizei

Fotos:
Holger Kamm
Klaus Enslin

Webmaster:
info@enslinweb.de
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Untertürkheim-Portal
www.wirtemberg.de

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STUTTGARTER FEUERWEHRMUSEUM

des Feuerwehrvereins Stuttgart e.V.
IN STUTTGART-MÜNSTER

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Web www.feuerwehr-helm-museum.de
AKTUELLES

http://www.stuttgarter-wochenende.de/aktuell.html / Entlang dem Neckar / vom 20.10.2012
Damit Feuerwehrleute einen kühlen Kopf bewahren

Helme in verschiedenen Farben, Formen und Material sind im Feuerwehrhaus in Stuttgart- Untertürkheim ausgestellt. Insgesamt 227 Feuerwehrhelme und 25 Mützen aus aller Welt zählt das Feuerwehr-Helm-Museum.
Am Sonntag, dem 28. Oktober 2012, können die Exponate zwischen 14 und 16 Uhr besichtigt werden.

Anna Zucht - Untertürkheim: Fein säuberlich liegen die verschiedenen Helme im Feuerwehrhaus in Stuttgart- Untertürkheim nebeneinander auf den Regalbrettern, die mit gut lesbaren Beschriftungen versehen sind, aus welchem Land die jeweiligen Exponate stammen. So finden sich neben Deutschland auch Stücke aus Mallorca, Griechenland, England, Japan oder Jugoslawien. Insgesamt 227 Feuerwehrhelme sowie 25 Feuerwehr- und Polizeimützen aus aller Welt besitzt die Freiwillige Feuerwehr Untertürkheim.

Die Sammlung gehörte ursprünglich Albert Nothdurft, einem inzwischen verstorbenen Berufsfeuerwehrmann, der auf seinen Reisen deutsche Helme gegen ausländische getauscht hat. Im Jahr 1999 hat er seine Schätze zusammen mit Abzeichen und Ehrenzeichen der Freiwilligen Feuerwehr Untertürkheim geschenkt. „Er wollte sie in die Hände geben, die den Wert der Helme zu schätzen wissen“, sagt der Feuerwehrmann Klaus Enslin, der das Feuerwehr- Helm-Museum betreut. Mit der Schenkung wanderten die Stücke von der privaten Garage ins Feuerwehrhaus, wo die Sammlung durch die eigenen Helme ergänzt wurde. Doch auch die neuen Räumlichkeiten boten nicht genug Ausstellungsfläche, sodass nur ein Teil der Stücke gezeigt werden kann. „Rund 100 der schönsten und repräsentativsten Exponate sind bei uns im Haus verteilt anzutreffen. Den Rest haben wir verpackt und auf dem Dachboden eingelagert“, erzählt Enslin. Aber nicht bevor jedes einzelne Stück fotografiert und ins Internet gestellt wurde. „Die Homepage des Museums stellt sozusagen ein virtuelles Museum dar, allerdings mit echten Objekten“, sagt Enslin, der vor zehn Jahren die Homepage erstellt hat.

Er holt einen Messinghelm herunter und wischt mit seinem Taschentuch darüber. So einen hat die Untertürkheimer Feuerwehr seit ihrer Gründung 1878 getragen. Mit der Eingemeindung des Ortes im Jahr 1905 wurden diese Modelle gegen Lederhelme mit dem Stuttgarter Rössle als Wappen ausgetauscht. „Im Vergleich zu den alten Helmen waren sie leichter und wurden im Brand dank ihrer Isolierungswirkung nicht heiß“, erklärt Enslin. Ab 1940 t raten in Deutschland die Stahlhelme an ihre Stelle. „Dabei handelte es sich um einen Einheitshelm für Feuerwehr und militärische Organisationen“, fügt Enslin hinzu. Die Helme, die sich heute im Maschinenraum der Untertürkheimer Feuerwehr befinden und zur persönlichen Schutzausrüstung der rund 37 aktiven Mitglieder gehören, bestehen aus Aluminium und sind mit der Bezirksnummer 29 für Untertürkheim und dem Namen des Feuerwehrmanns versehen. Es gibt auch Helme aus Kunststoff wie die der Chicago Feuerwehr. „Das eingebaute Visier und die aufwendige Gestaltung ist typisch amerikanisch“, sagt Enslin, während er den Helm bewundernd in seiner Hand hin und her dreht.

Voller Einsatz bei feuriger RalleyDL JFW

UNTERTüRKHEIMER ZEITUNG 23.5.2011:
Spannender Wettbewerb zum 20-jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr Untertürkheim

Von Mathias Kuhn

Die Jugendfeuerwehr Untertürkheim feierte am vergangenen Samstag 20-jähriges Bestehen und lud dazu den Nachwuchs der anderen Stadtbezirke ein. Für ihre Geburtstagsgäste hatten die Untertürkheimer ein besonderes Programm organisiert: eine Rallye mit zwölf Stationen. Löschangriff im Hafen, Rettung eines Opfers über die Leiter, Armaturenpuzzle, Teamarbeit im Spinnennetz und eine rasante Bootsfahrt auf dem Neckar.


Die Wangener Nachwuchsfeuerwehrler genießen die kurze Verschnaufpause beim Fototermin für die Teilnehmer-Urkunde am historischen Feuerwehrauto. Fotos: Kuhn

JFW

Wenn die Untertürkheimer am Samstag Rot sahen, lag dies allein am Jubiläum der Untertürkheimer Jugendfeuerwehr. Viele Feuerwehrfahrzeuge fuhren durch den Ort. Zu ihrem 20-jährigen Bestehen hatten die Untertürkheimer die Nachwuchskollegen der anderen Stadtbezirke zu einer Rallye eingeladen. Für die zwölf Stadtbezirks-Teams hatten sie zwölf Stationen mit zum Teil kniffligen Aufgaben aufgebaut. „Zwei Pylonen brennen. Wasseranschluss ist gegeben. Verteiler in der Mitte aufbauen“, lautet die knappe Anweisung, die Dieter Strauß an der Station im Neckarhafen ausgab. Leon Liva, Tobias Schulmeister und Lina Warth von der Rotenberger Jugendfeuerwehr wissen sofort, was sie zu tun haben. Mit Catharina Groch bildet Lina Warth den Angriffstrupp. Mit der Rohrspitze eilen sie schnell in Richtung „Brandherd“. Zwei Kollegen rollen in dieser Zeit die Schläuche fachgerecht aus und bauen die Verbindung von der Pumpe zum Verteiler auf, das dritte Zweierteam bedient den Verteiler. Jeder Griff sitzt. „Wasser marsch“, ertönt der Befehl.Lina und Catharina umklammern die Spritze, mit mächtigem Druck schießt ein Wasserstrahl aus dem Angriffsrohr. Die Mädchen zielen auf das rot-weiße Verkehrshütchen. Sobald es umfällt, wird die Zeit gestoppt. „Gute Arbeit“, lobt Schiedsrichter Strauß. „Aber die Kommandos müssen noch lauter kommen. Ihr habt gemerkt, hier im Hafen ist es laut.“ Die Rotenberger Feuerwehrler nicken. Sie sind zufrieden.

„Es ist anstrengend, macht aber enorm Spaß“, sind Warth und Liva Feuer und Flamme, ihr Können unter Beweis zu stellen. „Mit den Aufgaben versuchen wir spielerisch die Verhaltensweisen und Grundkenntnisse, die wir im Ernstfall bei unseren Einsätzen brauchen, zu trainieren“, erklärt Untertürkheims Jugendleiter Henning Elsäßer. Im Spinnennetz auf dem Hof der Luginslandschule ist das Zusammenwirken im Team gefragt, bei der Lebensrettung in der Dietbachstraße müssen bestimmte Knoten geknüpft sowie Gegenstände eine Leiter hochgezogen werden und in der Scheune von Markus Schwarz müssen Feuerwehrarmaturen zu einer Figur zusammengeschraubt werden. Es bleiben nur sehr wenige Verschnaufpausen.

Boot JFWDie Teams eilen mit ihren Fahrzeugen von einem Einsatzort zum nächsten, sind mit dem Wasserrettungsboot auf dem Neckar unterwegs und sammeln beim Wasserbombenspiel Wasser. Der Vormittag vergeht wie im Flug.Geschafft , aber sehr zufrieden treffen die Teams sich gegen 14 Uhr im Untertürkheimer Magazin wieder. Geburtstagsessen - natürlich mit Gegrilltem - und Siegerehrung. Verlierer gibt es bei dieser Rallye keine. „Eine tolle Idee, spannender als eine Übung“, sagen Alexander Laber und Anthony Anina aus dem Stuttgarter Stadtteil Degerloch.

1880
Gründungsmitglieder der Untertürkheimer Feuerwehr ca. 1880

Messinghelme mit Rosshaarbüschen - Farben der Büsche

SCHWARZWeiß

Nachforschungen von Joachim Haase hat folgendes ergeben:

Kommandant - weiß
Stellvertreter -  weiß/rot
Zugführer - schwarz
wenn eine Feuerwehr mehrere Kompanien hatte -
Hauptleute  - rot

Durch die Uniformierungsvorschriften  des Württembergischen Landesfeuerwehrverbandes von 1909 wurden die Messinghelme und damit auch die Rosshaarbüsche abgeschafft und durch Lederhelme ersetzt. Da diese Uniformierungsvorschriften aber keine Gesetzeskraft hatten trugen viele halt weiterhin ihre Messinghelme mit den Rosshaarbüschen, war ja auch schön anzusehn, wurde aber immer wieder beklagt. Messinghelme wurden bei ländlichen Feuerwehren übrigens noch bis nach dem Zweiten Weltkrieg getragen, allerdings mussten sie im Krieg schwarz lackiert sein und natürlich nun bestimmt ohne Rosshaarbüsche.

Neues Modell-Rauchhaus vorgestellt - in 200 Std. Eigenleistung gebaut

7.10.2010 - Nach einjähriger Bauzeit wurde das neue Modell-Rauchhaus im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Untertürkheim präsentiert. Circa 200 Arbeitsstunden stecken im 120 x 70 cm großen Rauchhaus, das sowohl für die Brandschutzerziehung im Kindergarten als auch für Erwachsene und für die taktische Ausbildung der Feuerwehrmitglieder genutzt werden soll. Finanziert wurde das 1700 Euro teure Rauchhaus - derzeit einmalig in Stuttgart - u. a. mit 700 EURO Zuschuss des Bezirkbeirats Untertürkheim. Bezirksvorsteher Klaus Eggert war bei der Vorführung des neuen Rauchhauses am Donnerstagabend durch Abteilungskommandant Holger Kamm schwer beeindruckt. Mit elektronischen Effekten und einem Rauchgenerator können viele Situationen durchgespielt werden.

FW FW
Das Rauchhaus - rechts geöffnet mit Glasfassade
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Abteilungskommandant Holger Kamm - Bezirksvorsteher Klaus Eggert
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Zimmerdetails aus dem Rauchhaus - Fotos: Enslin

Rauchhaus eingeweiht

UNTERTüRKHEIM 8.10.2010: Vorzeigeobjekt beim Brandschutz

(mk) - In einem kleinen Festakt mit Bezirksvorsteher Klaus Eggert weihten die Männer der Freiwilligen Feuerwehr Untertürkheim gestern ihr Rauchhaus ein. Bei der Brandschutzerziehung für Kinder und Erwachsenen kann mit dem dreistöckigen Miniaturhaus demonstriert werden, wie schnell sich Rauch in den Zimmern ausbreitet und die Bewohner in der „Falle“ sitzen.

Eigentlich ist es den Feuerwehrmännern bei der steigenden Zahl der Einsätze keineswegs langweilig. Dennoch steckten die Ehrenamtlichen rund 200 Stunden Tüftelarbeit sowie viel Gehirnschmalz in ein einmaliges Modell: das Rauchhaus. Mit viel Liebe und Kniffen haben sie ein Miniaturhaus in der Größe von 130 auf 70 Zentimeter gebaut, an dem sie die Gefahren des Rauches demonstrieren können. Ob am Abfalleimer in der Küche, im Treppenhaus oder am Aschenbecher neben dem Bett - die Lebensretter können an verschiedenen Punkten der Neunzimmer-Wohnung einen „Brand“ ausbrechen lassen und demonstrieren, wie schnell der lebensgefährliche Rauch sich im Haus verteilen kann. „Gerade bei der Brandschutzerziehung in Kindergärten, aber auch bei Infoabenden mit Erwachsenen können wir nun einprägsam veranschaulichen, dass man Türen geschlossen halten soll, und weshalb man auf dem Boden kriechend sich aus dem Zimmer rettet“, erzählt Kommandant Holger Kamm. Rund 1700 Euro hat die Feuerwehrmänner ihr Vorzeigeobjekt gekostet. Der Bezirksbeirat gab einen Zuschuss in Höhe von 700 Euro. „Nicht nur das Miniatur-Rauchhaus sondern auch das ehrenamtliche Engagement ist vorbildlich“, dankte Eggert den „Häuslesbauern“ für die liebevolle Realisierung der Idee und die nachfolgenden Einsätze. Das Rauchhaus ist nämlich transportabel und die Lebensretter hoffen, dass sie mit ihm in Kitas, Schulen oder bei Erwachsenen Brandschutz-Aufklärung betreiben dürfen.

Exotische historische Helme - gefunden bei www.ebay.de -
Feuerwehr Atemschutz-HelmFeuerwehr Atemschutz Helm
Exotischer historischer Atemschutz-Helm mit Luftanschluss- ca. 1910-1930 -
gefunden bei www.ebay.de
- leider nicht im Besitz des Feuerwehr-Helm-Museums
AS-Helm

Schmucker Kopfschutz aus aller Herren Länder

UNTERTüRKHEIMER ZEITUNG 30.1.2010:
Klaus Enslin pflegt seit zehn Jahren im Feuerwehrmagazin das kleine Museum mit 225 Feuerwehrhelmen

UT 2010Dass die Kopfbedeckungen für Feuerwehrmänner in aller Welt eine besondere Bedeutung haben, wird jedem Besucher im Übungsraum der Freiwilligen Feuerwehr Untertürkheim sofort klar. Die Lebensretter haben dort ein Feuerwehrhelmmuseum aufgebaut. Gezeigt werden 225 Helme aus fast allen Erdteilen. Vom Pickelhauben ähnlichen württembergischen Helm des 19. Jahrhunderts, über griechische Paradehelme bis zum Einsatzhelm der Firefighter aus Chicago.

Von Mathias Kuhn
Wenn die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Untertürkheim sich heute zu ihrer Hauptversammlung treffen, sind sie unwillkürlich von Feuerwehrhelmen aus aller Welt umgeben. Dank einer Schenkung eines pensionierten Berufsfeuerwehrkollegen besitzen die Untertürkheimer eine bunte Sammlung von 225 Exponaten aus unterschiedlichen Jahrhunderten und aus sechs Kontinenten. Die eindrucksvollsten dieser 125 blitz-blanken oder auch mal plastikbunten Schutzbedeckungen sind im Versammlungsraum des Feuerwehrhauses aufgereiht - und teilweise mit Ländernamensschildern versehen. Wenn nicht, lohnt sich ein kurzes Gespräch mit Feuerwehr-Kamerad Klaus Enslin immer. Der Hobbyhistoriker pflegt und verwaltet die Sammlung, hat sie vor zehn Jahren mit aufgebaut und hat diese Feuerwehrschätze im Internet katalogisiert. Insofern kennt er von den meisten Exponaten Details und vor allem, wie die Untertürkheimer zu dem außergewöhnlichen Museum kamen. „Albert Nothdurft war bei der Berufsfeuerwehr in Bad Cannstatt beschäftigt. Sein Steckenpferd war es Feuerwehrhelme zu sammeln“, erzählt Enslin. Da er gerne fremde Länder bereiste, hatte er meistens einen oder mehrere deutsche Feuerwehrhelme im Gepäck - um diesen gegen ein Exemplar der ausländischen Feuerwehrleute zu tauschen. Das Mitbringsel fügte er in seine Helmparade in der Cannstatter Feuerwache ein. „Als Nothdurft pensioniert wurde, nahm er Kontakt zu uns auf und bot uns seine Sammlung als Schenkung an“, erzählt Enslin. Mit jenen aus der eigenen Sammlung bringen es die Untertürkheimer auf 225 Helme. Die eindrucksvollsten haben Enslin und seine Mitstreiter im Feuerwehrhaus verteilt.

Kommandantenhelm von 1877

Das älteste Stück steht gleich neben dem Eingang. In einer Vitrine geschützt steht das glänzende pickelhaubenartige Schmuckstück mit „weißem Büschel“, wie Enslin lachend sagt. Es ist der Helm, den vermutlich bereits der erste Kommandant der Untertürkheimer Feuerwehr um 1877 trug. „Für den Einsatz war er natürlich ungeeignet, dafür imponierte der Kommandant mit der Haartracht bestimmt bei Paraden oder offiziellen Anlässen. In Griechenland existierten „Paradehelme“ immer noch. Gleich zwei schwarze Prachtexemplare mit goldenem Emblem auf der Stirn und einem goldenden Kamm gehören ins Sammelsurium des Untertürkheimer Museums. Die Tradition der antik römisch-griechischen Kriegsgeschichte lässt sich nicht verleugen. Viel funktionaler sehen dagegen die Einsatzhelme der „Firefighter“ aus Chicago aus und dennoch spiegelt jeder den Nationalcharakter wieder. Während den US-Kopf ein hoher fast melonenartiger Kopfschutz samt Nackenschutz bedeckt, schwörten die Kollegen aus der ehemaligen DDR auf „runde“ Edelstahlhelme. Ohne viel Schmuck kommen offenbar auch die Japaner aus. Ihr Helm erinnert an die abgeschlagene obere Hälfte eines Hühnereis. Beim Museumsrundgang stechen zudem die arabischen Schriftzeichen auf dem libanesischen Kopfschutz sowie der gold-glänzende Helm aus Canada ins Auge. „Ergänzt werden sie noch durch etwa zwei Dutzend Mützen der Feuerwehr und Polizei“, sagt Enslin. Auf Anfrage öffnet er Interessierten das kleine, aber feine Museum. Einen virtuellen Museumsspaziergang machen zudem tausende Besucher dank der Internet-Seite www.feuerwehr-helm-museum.de, die Enslin ebenfalls pflegt. „Ständig stehe ich dabei mit Sammlern und Experten in Kontakt, die Näheres wissen wollen oder ihr Wissen uns mitteilen.“ Stück für Stück legt er so ein Puzzlestein an das nächste. „Es macht Spaß und es ist interessant, immer wieder neue Details zu erfahren“, sagt Enslin.

Gerne geben Klaus Enslin und die Männer der Freiwilligen Feuerwehr ihr eigenes Wissen weiter. Deswegen öffnet Enslin das Feuerwehrhelmmuseum in der Hindelanger Straße 6 ausnahmsweise am Samstag, 6. Februar 2010, von 14 bis 16 Uhr auch für interessierte Besucher. Der Eintritt ist frei.
Foto: Mathias Kuhn


DIE WACHEN DER STUTTGARTER BERUFSFEUERWEHR
Feuerwehr erwägt Zusammenlegung von Wachen ...

Ein Feuerwehrhelm ist mehr als nur ein Kopfschutz
Stuttgarter Zeitung vom 12.2.2009
Klaus Enslin und Holger Kamm stellen in Untertürkheim Feuerwehrhelme aus -
Sammlung wird mit Herzblut gepflegt
... mehr hier ...


Feuerwehrchronik zum Downloaden
3. Jahrgang vom 31.03.2007 http://www.fw-chronik.de/Rundbrief.htm

Bild 16

Eine schwäbische Glockengießerfamilie baut über 200 Jahre Feuerspritzen
Feuerspritzen von Familie Kurtz in Reutlingen und Stuttgart (pdf-Datei)

Verfasser: Joachim Haase
Arbeitskreis Feuerwehrgeschichte des Stadtfeuerwehrverbandes Stuttgart e.V.

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Liebe Leser,
der Arbeitskreis Feuerwehrgeschichte des Stadtfeuerwehrverbandes Stuttgart e.V. arbeitet zur Zeit an einer Dokumentation und Anlage eines Archivs über die Glockengießerei und Feuerspritzenfabrik Heinrich Kurtz, gegründet 1803 in Stuttgart und die Vorfahren in Reutlingen ab 1690. Dabei möchten wir möglichst viele noch vorhandene Feuerspritzen der Familie Kurtz (auch Kurz geschrieben) aus Reutlingen und Stuttgart erfassen. Sofern Sie Kenntnis von solchen Feuerspritzen besitzen bzw. Kenntnis von Kurtz´schen Feuerspritzen in ihrer Umgebung haben, bitten wir Sie um Ihre Mithilfe. Besonders interessiert sind dabei Baujahr, soweit vorhanden die Produktionsnummer, Ortschaft bzw. Institution, an die die Spritze geliefert wurde, Bauweise: fahrbar oder tragbar (einachsig/zweiachsig, Saugeinrichtung, Wenderohr, Windkessel, Wasserkasten, Butten oder Krückenspritze), Hand- oder Pferdezug, heutiger Standort und Ansprechpartner für Rückfragen. Sofern möglich, wäre ein Bild der Spritze sehr willkommen.

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Die Aufarbeitung der Firmengeschichte ist auch deshalb so schwierig, weil nahezu alle Firmenunterlagen bei einem Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg vernichtet wurden. Wir sind deshalb auch an Offerten, Kaufverträgen Rechnungen, Attesten Katalogen und sonstigem Material zur Firmengeschichte interessiert. Herzlichen Dank für Ihre Mithilfe.

Kontaktadresse: Joachim Haase
Arbeitskreis Feuerwehrgeschichte des Stadtfeuerwehrverbandes Stuttgart e.V.
Stitzenburgstraße 7
70182 Stuttgart
Telefon und Fax 0711/233693
eMail: jo.haase@freenet.de

Anmerkung der Herausgeber:
Joachim Haase, Jahrgang 1938, Dipl.-Ing. (Maschinenbau), Stadtbranddirektor i. R., Stadtfeuerwehrverband Stuttgart e. V., ehemaliger Leiter der Einsatzabteilung der Feuerwehr Stuttgart, stv. Referatsleiter des Referates 11 Brandschutzgeschichte im Technisch- Wissenschaftlichen Beirat (TWB) der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb), Fachgebietsleiter Feuerwehrgeschichte im Stadtfeuerwehrverband Stuttgart e. V.

17.11.2006 Untertürkheimer Zeitung
Ausstellung im Landesmuseum erinnert an Brandkatastrophe vor 75 Jahren -
Lichtinstallation an Fassade täuscht Feuer vor bis 11. Februar 2007

Schlossbrand 1931

Von Martina Fürstenberger

Stuttgart - "Riesenbrand im Alten Schloß" titelte die Württemberger Zeitung am 22. Dezember des Jahres 1931. Eine weißlich-gelbe Rauchwolke sei über der Innenstadt zu sehen, vor dem Schloss habe sich eine riesige Menschentraube angesammelt, die trotz der Kälte draußen stundenlang ausharrten. Ein "furchtbares Unglück für das ganze Land" sei geschehen, unschätzbare Kulturgüter für immer verloren.

Helmut Hilder war 16 Jahre alt, als das Alte Schloss in Brand geriet. "Am Vormittag des 21. Dezember war ich in der Schule im Karlsgymnasium", erzählt er. Von dem Feuer, das bereits ausgebrochen war, hatte er bis dahin nichts mitbekommen. Als er jedoch auf dem Heimweg nach Degerloch mit der Straßenbahn die Weinsteige hinauffuhr, sah er im Kessel eine gewaltige Rauchsäule aufsteigen. Das Alte Schloss stand in Flammen. "Es war der größte Brand, den die damals 40 Jahre alte Berufsfeuerwehr bis dahin bekämpfen musste", so Branddirektor Frank Knödler. Acht Tage dauerten die Löscharbeiten, drei Feuerwehrmänner starben, 30 erlitten Rauchvergiftungen, viele mehr wurden leicht verletzt.

Was war geschehen? Die Polizisten, die im Alten Schloss ihre Diensträume hatten, hatten schon am Morgen des 21. Dezembers gemerkt, dass etwas nicht in Ordnung war: Es war Rauch indenBüros,die Wände waren schon seit Tagen warm. Bis die Feuerwehr gerufen wurde, vergingenallerdings noch zwei Stunden. "Damals hat man die Büros mit kleinen Öfen beheizt, Rauch gab es öfter mal", sagt Denise Beilholz, die die Fakten für die neueAusstellungzusammengetragen hat. "Vermutlich hatte es schon tagelang in den Zwischendecken gekokelt", sagt Knödler. Ein defekter Kamin könnte die Ursache gewesen sein. Brand

Als die Feuerwehr in den Schlosshof einfuhr, war vom Feuer allerdings noch nichts zu sehen. Um den Brandherd zu finden, mussten Löcher in Decken und Fußböden geschlagen werden. "Das Feuer hat so Luft bekommen", erklärt Knödler. "Wie eine Katze breitete es sich über die Zwischendecken im ganzen Südflügel aus." Aufzuhalten war es nicht mehr.

Südwand stürzt ein

"Nie hätten wir gedacht, dass es so lange dauern würde, bis das Feuer vollkommen gelöscht war", erzählt Zeitzeuge Hilder. Am zweiten Brandtag war die Aufmerksamkeit im Unterricht - aus den Fenstern des Karlsgymnasium hatte man einen guten Blick auf das Schloss - dementsprechend niedrig. Statt in der letzten Stunde zu turnen, standen die Jungen an der Südseite des Schlosses und sahen den Feuerwehrmännern bei der Arbeit zu. "Laut war es", erinnert sich Hilder. "Die Wasserstrahlen haben gezischt." Ein Feuerwehrmann hatte eine Leiter angelegt, stieg ruhig mit der Spritze in der Hand empor. "Plötzlich stürzte die komplette Wand ein", schildert Hilder das Szenario. Der Feuerwehrmann wurde darunter begraben, er starb genauso wie zwei weitere Männer. In einem Amateurfilm, der im Landesmuseum gezeigt wird, ist die eingestürzte Wand samt der kaputten Leiter gut zu sehen. "Noch heute rieselt mir die Kälte durch die Knochen, wenn ich das sehe", sagt Hilder. "Es war einer der schrecklichsten Augenblicke meines Lebens."

Erzählungen von Zeitzeugen

Brand75 Jahre ist das nun her. In einer Ausstellung im Landesmuseum im Alten Schloss werden die Erinnerungen daran wieder wach gerufen. Denise Beilharz hat dafür Archive durchforstet und in Begegnungsstätten nach Zeitzeugen gesucht. Einige davon haben ihre Erinnerungen auf Band gesprochen. In der Ausstellung kann man diese abhören. Eine Uniform ist zu sehen, eine Atemschutzausrüstung und die Brandmeldung, die damals in Bad Cannstatt eingegangen war. An den Wänden hängen Postkarten: Das Ereignis wurde regelrecht vermarktet, laut einem Gerücht organisierte die Reichsbahn damals sogar Sonderfahrten nach Stuttgart.

Wie das Feuer ausgesehen haben mag, kann man seit gestern Abend am Schloss sehen: Der Künstler Walter Giers hat die Fenster in rot-gelbes Licht getaucht, die Silhouette eines Feuerwehrmanns tanzt über die Fassade. Unterstützt wird der Eindruck von Geräuschen. Die Licht- und Toninstallation wird nun bis Februar täglich ab 21 Uhr zu sehen und zu hören sein.

Die Ausstellung ist ab heute bis zum 11. Februar täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

100 Jahre Cannstatter Feuerwache 3

PolizeiArmin Schwarz - der Mann mit den Mützen

5.5.2006 - Stuttgarts neuer Sicherheitsbürgermeister Dr. Martin Schairer übergibt der Berufsfeuerwehr
sechs neue „Hilfeleistungslöschfahrzeuge“
HLF Stuttgart

Brandschutzerziehung
Brandschutzerziehungsprogramm
für Stuttgarts Kinder startklar

Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster, Klaus Dalferth, Vorsitzender des Stadtfeuerwehrverbands Stuttgart e.V., und Dr. Frank Knödler, Präsident des Landesfeuerwehrverbands und Leiter der Branddirektion Stuttgart,
haben am 20. Februar 2006 das stadtweite Gemeinschaftsprojekt
„Brandschutzerziehung in Kindergärten“ gestartet.

26.4.2006 - Einweihung der Leitstelle für Sicherheit und Mobilität Stuttgart SIMOS
SIMOS "Kurz vor der Mondlandung
"
16.2.2006 - Mit vollem Einsatz:
Experten der Berufsfeuerwehr Stuttgart bereiten die neue Einsatzleitstelle vor

Abnahme des Silbernen Feuerwehrleistungsabzeichens
Baden Württemberg

Untertürkheim - HK - : Gehörig ins Schwitzen, wie mitgeteilt wird, kamen am vergangenen Samstag, den 21.10.2005 die 9 Feuerwehrmänner - darunter eine Feuerwehrfrau - der Freiwilligen Feuerwehr Untertürkheim, die sich der Abnahme des Feuerwehr-Leistungsabzeichens in SILBER stellten. Die Abnahme fand auf dem Gelände der Feuerwehr Daxlanden in Karlsruhe statt.

Der Grundstein wurde schon im Juni 2004 gelegt, damals war nach 26 Jahren wieder eine Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Untertürkheim zusammengekommen um das Leistungsabzeichen BRONZE abzulegen. Nach dem Erfolg im letzten Jahr war das ergeizige Ziel schnell festgelegt um in diesem Jahr das silberne Leistungsabzeichen abzulegen.

Schon im März diesen Jahres begannen die 9 Feuerwehrmänner und Frau, mit den fast wöchentlichen
Übungen auf die Abnahme zu trainieren. Diese Termine fanden zusätzlich zu den normalen Übungen und Einsätzen der Feuerwehr Untertürkheim statt, so dass manche Kameraden das Feuerwehrhaus schon als Ihre zweite Heimat ansahen.

Das Feuerwehrleistungsabzeichen des Landes Baden Württemberg gibt es in den drei Stufen Bronze, Silber und Gold. Bei der Leistungsübung Silber muss eine Löschruppe bestehend aus Gruppenführer, Maschinist, Angriffstrupp, Wassertrupp, Schlauchtrupp und Melder einen Löscheinsatz und einen Hilfeleistungseinsatz einschließlich Rettung einer Person und Erste Hilfe durchführen. Die Gruppe muss neben dem Löscheinsatz zeigen, dass sie einen "technischen Hilfeleistungseinsatz", Rettung von Menschen in Notlagen und Erste Hilfe beherrscht.

Die Leistungsprüfung muss nach Zeitvorgaben durchgeführt werden, bei dem Löscheinsatz wird ein Wohnungsbrand im 1. OG eines Hauses angenommen. Die Trupps müssen mit Atemschutz über eine Steckleiter in die Wohung einsteigen, das erste Rohr muss innerhalb 4 Minuten eine Fallklappe umlegen, das zweite Rohr innerhalb 5 Minuten und 30 Sekunden. Beim Hilfeleistungseinsatz wird ein PKW Unfall durch umgestürzten Baum und einem eingeklemmten Fahrer angenommen. Der Fahrer muss aus dem PKW gerettet und medizinisch versorgt werden, der umgestürzte Baum mit der Mororsäge beseitigt werden und die Einsatzstelle nach Vorschrift abgesichert und ausgeleuchtet werden innerhalb 8 Minuten.

Die beiden Übungen haben die Löschfrauen und Männer aus Untertürkheim soverän bestanden, Gruppenführer und 1. stellvertretender Kommandant Holger Kamm, beglückwünschte die Gruppe zum Erfolg und begrüßte das Engagement in Teamarbeit für die Aufgaben der Feuerwehr in solch einem
großen Umfang zu üben.

Rettungsleitfaden für sichere Bergung von Unfallopfern
Untertürkheim: DaimlerChrysler-Ingenieure entwickeln mit der
Cannstatter Feuerwehr ein weltweit gültiges Handbuch


(mk) - DaimlerChrysler-Ingenieure entwickelten mit Experten der Feuerwache Bad Cannstatt
einen weltweit gültigen Rettungsleitfaden. Für jedes Fahrzeugmodell zeigt das Handbuch den Rettungskräften, wie sie zielgerichtet Unfallopfer befreien können.

Ausgangspunkt der vorbildlichen Kooperation war eine Feuerwehrübung auf dem Gelände des Cannstatter Berufsfeuerwehr. Aus großer Höhe wurde eine hochwertige Mercedes-Limousine auf den Boden gestürzt. Ein schwerer Autounfall sollte simuliert werden, Einsatzkräfte "verletzte Dummies" aus dem Wrack befreien. Als ein Feuerwehrmann den Holm öffnen wollte, beschädigte er einen Druckbehälter für den Airbag. "Er platzte und verletzte den Kollegen leicht", berichtet Thomas Thiele von der Berufsfeuerwehr. Das Missgeschick war der Beginn einer segensreichen Kooperation. "In modernen Limousinen wissen wir oft nicht, wo Gefahren durch Airbags, Batterien oder anderen Komponenten versteckt sind", erklärt Thiele. Gemeinsam wurde die Wissenslücke nun "gestopft".

Mercedes-Benz stellt ab sofort seinen Leitfaden für Rettungsdienste im Internet kostenlos zum Download zur Verfügung. Auf 117 Seiten liefert das Nachschlagewerk aktuelle technische Informationen über die gesamte Mercedes-Benz Produktpalette, von der A- bis zur S-Klasse. Auch Hinweise über Vans sowie spezielle Antriebssysteme wie beispielsweise Erdgas oder Brennstoffzelle sind darin enthalten. Mit übersichtlichen, illustrierten Anleitungen eignet sich der Leitfaden sowohl für den Einsatz vor Ort als auch als hilfreiche Schulungsunterlage. Denn wenn die Rettungskräfte an einem Unfallort eintreffen, muss jeder Handgriff sitzen. Innerhalb kürzester Zeit gilt es für die Helfer, die Insassen aus den beteiligten Fahrzeugen zu befreien ohne diese oder sich selbst dabei zu gefährden. Wie lassen sich die Türen am schnellsten öffnen, wo befinden sich sensible Komponenten wie Airbag oder Batterie, welche Besonderheiten sind bei bestimmten Modellen zu beachten?

Der Leitfaden ist ein Baustein innerhalb der integrierten Sicherheitsphilosophie Pro-Safe. Um den Kunden den maximal möglichen Schutz zu gewährleisten, berücksichtigen die Ingenieure bei Mercedes-Benz alle Sicherheitsaspekte - von der Gefahrenvermeidung bis hin zur optimalen Hilfeleistung nach einem Unfall. Den Rettern wird der Einsatz erleichtert. "Bei uns ist nun der Leitfaden auf dem Rechner hinterlegt", berichtet Thiele.

* 13,6 Millionen Euro für die Sicherheit -
* Gemeinderat bewilligt Gelder für technische Ausstattung der neuen Leitstelle SIMOS

* Leitstelle für Mobilität und Sicherheit Stuttgart (Simos)

* Super-Leitstelle in Stuttgart für fast zehn Millionen Euro
* Alle Helfer an einem Ort
* Die integrierte Leitstelle am Wasen soll bis 2006 fertig sein

So laut wie die Großen - sonst aber ganz klein

Die Feuerwehr Stuttgart flitzt künftig mit Smarts durch die Landeshauptstadt

Nicht erschrecken, wenn das Martinshorn heult und statt eines Löschzugs nur ein Smart um die Ecke biegt: Die fünf neuen Dienstfahrzeuge der Stuttgarter Feuerwehr werden vor allem auf Kurzfahrten eingesetzt.

Von Ariane Wölpper

So ein Smart ist vielseitig. Teilen kann man sich den Flitzer zum Beispiel, wenn man ihn beim i-Punkt mietet. Wenn man Hochseilartist ist und Johann Traber heißt, kann man mit dem Gefährt aber auch den Stuttgarter Fernsehturm erklimmen. Akrobatische Einsätze wird die Feuerwehr aber wohl kaum im Sinn haben - auch wenn sie jetzt fünf solcher feuerroten Stadtflitzer besitzt. Oder doch? „Mir gefällt, dass die Kollegen jetzt in jede Parklücke reinkommen", sagte Frank Knödler, Leiter der Feuerwehr Stuttgart, gestern, als Daimler-Chrysler-Niederlassungsleiter Thomas C. Zell und Vertreter des Smart Centers Stuttgart ihm die Zweisitzer übergaben.

„Smartle" nannte er seine fünf neuen Dienstfahrzeuge liebevoll, die künftig ältere Autos - darunter auch welche mit Baujahr 1973 - ersetzen werden. Natürlich nicht die Löschzüge, das schaffen die kleinen Autos auch dann nicht, wenn sie alle fünf hintereinander herfahren würden.

Smarts
Handlich und schnell: die Feuerwehr hat fünf neue Dienstfahrzeuge. Foto Achim Zweygarth

Leiter und Schlauch muss niemand zu Hause bereithalten: „Die Autos werden als Kurier- und Verbindungsfahrzeuge bei größeren Einsätzen eingesetzt", erklärte Knödler, ebenso bei Baubegehungen oder für Besorgungsfahrten. Außerdem könne man mit diesen Fahrzeugen die Brandschutzerziehung an Schulen und Kindergärten beleben, so Knödler. Ganz anders als jedes andere Auto dieser Größe und deswegen Aufsehen erregend sehen die „Smartle" jedenfalls aus: Feuerwehr steht in großen Lettern auf dem rot-schwar-zen Auto, und für alle, die es noch nicht wissen, auch fünfmal die Notrufnummer - der Hingucker ist die große Blaulichtanlage inklusive Martinshorn.

11 000 Euro hat jedes einzelne 50 PS starke Mobil gekostet, zu dessen Sonderaus-tattung außer der Beschriftung und dem Martinshorn, eine stärkere Batterie und eine Freisprecheinrichtung gehören. „Jetzt sind wir flexibler", sagte Knödler und meinte damit die Wachen, die einen Smart zugeteilt bekommen. Bei der Feuerwache 2 hat aus Platzgründen nur die Übergabe stattgefunden. Danach werden die Autos auf die Wachen l, 3 und 5 verteilt. „Vielleicht ist das ja ein Anschub für die Polizei, die beispielsweise in Rom auch Smart fährt", sagte Zell im Blick auf neue Kunden. Die Polizei müsse ja auch in kleinen Gassen und im dichten Straßenverkehr zurechtkommen.

Stuttgarter Zeitung vom 23.12.2004

1000 Brände gelöscht
Berufsfeuerwehr Stuttgart zählt 2003 rund 5000 Einsätze
Stuttgart (eh) Die Stuttgarter Berufsfeuerwehr wurde im vergangenen Jahr zu
mehr als 5000 Einsätzen gerufen. Allein die Zahl der Brände stieg um 22 Prozent.

1004 Einsätze zur Brandbekämpfung verzeichnet die Stuttgarter Berufsfeuerwehr im Jahr 2003, im Jahr zuvor waren es noch 784 Einsätze. In der mehr als 50 Jahre berücksichtigenden Statistik ist die 1000er-Marke erst zum zweiten Mal nach 1991 überschritten worden. Die Zunahme entspreche dem allgemeinen Trend und sei auf eine immer umfangreichere Ausstattung der Haushalte mit elektronischen Geräten zurückzuführen, deren technisches Versagen immer öfter ursächlich für Brände ist. Doch mit Feuer hat die Feuerwehr von heute weit weniger zu tun als man denkt. Sie hat sich vielmehr in den letzten Jahrzehnten zu einer Spezialistentruppe für technische Hilfsleistungen aller Art entwickelt. Die Einsatzkräfte sind zum Beispiel bei Verkehrsunfällen, bei Wasser- und Sturmschäden zur Stelle knapp 4000 Mal allein im vergangenen Jahr. Bei jedem fünften technischen Hilfseinsatz ging es darum, Menschen in Notlagen zu retten. Nicht minder groß war das Engagement in Umweltschutzdingen: 835 Gefahrenguteinsätze leisteten die Stuttgarter Berufsfeuerwehrmänner; in gut 95 Prozent der Fälle ging es darum, Ölspuren zu beseitigen.

Angesichts der vielen echten Notfälle sorgen die zahlreichen Fehlalarme für Verärgerung. Zwar hat sich deren Zahl im vergangenen Jahr nahezu halbiert (885) aber nur bei den unbeabsichtigten, die etwa durch Störungen eines der insgesamt 600 Brandmelder im Stadtgebiet (263 Fälle) verursacht wurden oder die sich im Nachhinein als nicht nötig entpuppten (439). Die Zahl der böswilligen Fehlalarmierungen indes ist gestiegen: von 73 im Jahr 2002 auf 129 im vergangenen Jahr. Tendenz steigend: In diesem Jahr sind bislang schon über 90 solcher Anrufe in der Leitstelle registriert worden, sagt ein Sprecher der Branddirektion. Grund dafür seien Handys. Die an sich begrüßenswerte Möglichkeit, auch ohne eingelegte SIM-Karte mit einem Mobiltelefon den Notruf 112 zu wählen, öffne Mutproben Tür und Tor. Der Ruf nach konsequenten Sanktionen aber verhallt fast ungehört. Denn eine Rückverfolgung sei technisch kaum möglich und nur selten könne ein Scherzanrufer überführt werden. Immerhin: Vor wenigen Tagen wurde ein 45-jähriger Stuttgarter wegen Notruf-Missbrauchs zu einer elfmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt. Das Amtsgericht sah es als erwiesen an, dass er mit seinem Handy zwischen März und August, meist in betrunkenem Zustand, insgesamt 292 Mal den Notruf betätigte und Belanglosigkeiten von sich gab.
Untertürkheimer Zeitung vom 06.12.2004

Spritzenfahrzeuge haben ausgedient

Stuttgart-Rotenberg: Nach 27 Jahren kommen die alten Feuerwehrautos direkt ins Museum

(mr) Am Sonntagmorgen feierten die Rotenberger die Übergabe zweier neuer Tragkraftspritzenfahrzeuge (TSF) an die Freiwillige Feuerwehr. Im Anschluss waren die Beteiligten und die Rotenberger, die sich auch zahlreich zur Bewunderung der neuen Fahrzeuge eingefunden hatten, zum Maultaschenessen im Feuerwehrhaus eingeladen. Untertürkheimer Zeitung - 2.11.2004

Fahrzeugübergabe mit Bezirksvorsteher Klaus Eggert, Abteilungskommandant Jürgen Hummel, Frank und Rainer Knödler
Foto: Rettstatt

„Normalerweise werden Feuerwehrfahrzeuge im Einsatz alle 25 Jahre ausgetauscht", erklärte Feuerwehrchef Frank Knödler in seiner Ansprache. Da die örtlichen Gegebenheiten für Rotenberg aber speziellere Fahrzeuge erforderten, habe es mit der Auswahl und Planung etwas länger gedauert.
Die Größe des Rotenberger Gerätehauses lässt das Unterstellen zweier normal großer Gerätefahrzeuge einfach nicht zu und auch für die Passierbarkeit der engen Rotenberger Gässchen ist ein kleineres, wendigeres Fahrzeug von Vorteil. „Trotz unterschiedlicher Bestückung stehen diese kleinen, knallroten TSF anderen Gerätefahrzeugen aber in nichts nach", betont Knödler. Dafür haben die Feuerwehrmannschaften in Zusammenarbeit mit dem Herstellerkonzern DaimlerChrysler bei Planung, Aufbau und Bestückung gesorgt. Die beiden Fahrzeuge sind nun zum Unterschied zu gewöhnlichen Feuerwehrfahrzeugen als Mannschaftsund nicht als Gruppenfahrzeuge ausgelegt, da sie nur eine sechs Mann-Besetzung, statt der üblichen neun Personen zulassen.
Als besondere Beladung haben die beiden neuen 6,3 Tonnen schweren Fahrzeuge noch Überdrucklüfter für Qualm, 550 Liter Wasser, ein Stromaggregat, Motorsägen, sowie insgesamt 1,6 Tonnen Mehrzweckwerkzeug und extra Beleuchtung an Bord. Besonders die Spezial-Be-leuchtung der neuen Fahrzeuge freut den Rotenberger Abteilungskommandanten Jürgen Hummel. „Früher sind wir oft zum Einsatzort gekommen und dort im Dunkeln gestanden". Insgesamt haben die beiden neuen Fahrzeuge 230 000 Euro gekostet, wovon das Land Baden-Württemberg 63 000 Euro der Kosten übernommen hat, so Knödler. Auch die Spende für die Feuerwehrkasse vom DaimlerChrysler Sonderfahrzeugbeauftragten Rainer Knödler, der die beiden Fahrzeuge am Sonntag offiziell ihrer Bestimmung übergeben konnte, freute die Mannschaft der Rotenberger Feuerwehr. Die beiden alten Fahrzeuge hatten am 6. Oktober ihre letzte Dienstfahrt zur Feuerwache nach Bad Cannstatt angetreten, wovon sich die Rotenberger Feuerwehrleute nur sehr schwer getrennt hätten, erzählte Hummel. Aber mit den neuen seien sie nun voll entschädigt worden. Eines der beiden Altfahrzeuge, die immerhin seit 1977 ihren Dienst in Rotenberg taten, wird als Museumsfahrzeug in Bad Cannstatt verbleiben, das andere nach Degerloch weitergegeben, erklärte Knödler.

PRESSEMITTEILUNG 15.9.2004

FEUERWEHR WILL BÜRGER FÜR IHREN DIENST BEGEISTERN

Untertürkheim – „Kameradschaft, Technikbegeisterung und soziales Engagement – das ist der Mix, der den Dienst in der Feuerwehr zu etwas ganz Besonderem macht“, sagt Holger Kamm, stellvertretender Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Untertürkheim. Und für diesen Dienst will die Feuerwehr jetzt gezielt werben: „Coole Köpfe gesucht“ heißt die Kampagne, mit der die Lebensretter aus Untertürkheim um ehrenamtlich tätige Nachwuchskräfte werben.

Hauptamtlich sind die Feuerwehrfrauen und Männer in ihrem Beruf tätig und ehrenamtlich im Dienst am Nächsten“, erklärt Holger Kamm. „Was viele Menschen nicht wissen: In Stuttgart sind die meisten Feuerwehrangehörigen ehrenamtlich tätig. Alle opfern einen Großteil ihrer Freizeit, um Menschen in Not und Gefahr zu helfen. Ohne dieses Engagement wäre schnelle Hilfe undenkbar.“ In Deutschland wird jeder zweite klassische Feuerwehreinsatz von freiwilligen Helfern absolviert. Durchschnittlich alle 28 Sekunden wird bundesweit eine Freiwillige Feuerwehr alarmiert.

Die Feuerwehrleute sehen ihr Engagement nicht als Opfer, sondern begeistern sich für dieses Ehrenamt. Die Feuerwehr Untertürkheim möchte für diesen Dienst noch mehr Menschen in Untertürkheim begeistern: „Bei uns wird jeder mit seinen Fähigkeiten gebraucht – und findet seinen Platz in einem kameradschaftlichen, offenen Team. Neue Mitglieder sind uns jederzeit herzlich willkommen.

Um über Ihre Arbeit aufzuklären, werden die Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr Untertürkheim in den kommenden Tagen Plakate der Aktion „Coole Köpfe gesucht“ verteilen und aushängen. Holger Kamm „Wir hoffen, Sinn und Zweck der Freiwilligen Feuerwehr damit einmal länger ins öffentliche Bewusstsein zu bringen als im Tagesgeschehen nach einem Einsatz.“

Für interessierte Bürger hat die Freiwillige Feuerwehr einen Tag der offenen Tür geplant. Am Samstag 02. Oktober 2004 von 10 bis 17 Uhr werden alle Fragen rund um die aktive Mitgliedschaft oder die Möglichkeiten in der Jugendfeuerwehr erörtert.
Fotos vom Tag der offenen Tür:
 
Tag der offenen Tür im Untertürkheimer Feuerwehrhaus
 
Auch Oberbürgermeister Dr. Schuster informierte sich in Untertürkheim.
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07.07.2004 Stuttgarter Stadtanzeiger
Leistungsabzeichen der Freiwillige Feuerwehr Untertürkheim und Münster

Bronze 2004

Um ihrer Aufgabe, Leben zu retten, gerecht zu werden, ist Teamarbeit bei der Feuerwehr unerlässlich. Diese Fähigkeit bewiesen am Samstag bei der Abnahme der Leistungsprüfung „Bronze“ die Freiwillige Feuerwehrabteilung Untertürkheim und Münster.

Für diese Prüfung übten beide Gruppen seit Januar 2004 wöchentlich mindestens einmal – als zusätzliche Termine zum normalen Übungs- und Einsatzdienst. Die Abnahme fand in Steinheim/Murr statt. Um das Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze zu erhalten muss eine Löschgruppe eine Leistungsübung ablegen, bei der ein Löschangriff mit Wasserentnahme aus einem offenem Gewässer erfolgt. Hierbei kommen zwei C-Rohre und ein B-Rohr zum Einsatz. Die Leistungsprüfung muss nach Zeitvorgaben durchgeführt werden, das erste C-Rohr muss nach 210 Sekunden und das zweite C-Rohr nach 300 Sekunden eine Fallklappe umlegen.

Der Angriffstrupp muss dabei über eine Steckleiter im 1. Geschoss eines Wohnhauses einsteigen. Das Feuerwehrleistungsabzeichen des Landes Baden Württemberg wird in den drei Stufen Bronze, Silber und Gold vergeben. Entsprechend des bereits erreichten Leistungsabzeichen wird jeder Feuerwehrangehörige die nächsthöhere Stufe anstreben.

Besonders groß war die Freude bei der Abteilung Untertürkheim, da sich nach 26 Jahren wieder eine Gruppe (9 Mann) zusammengetan hatte um sich dieser Leistungsprüfung zu stellen.

Erich KurzErich Kurz geehrt - 50 Jahre Feuerwehrmann

(mk) - In einer Feierstunde überreichte Bezirksvorsteher Klaus Eggert im Auftrag von OB Wolfgang Schuster Erich Kurz als erstem Untertürkheimer die silberne Ehrenmünze der Landeshauptstadt Stuttgart für 50 Jahre ehrenamtliche Mitarbeit bei der Feuerwehr Stuttgart. Untertürkheimer Zeitung vom 21.6.2004

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